Konstruktive Börsenwoche – ein Marktkommentar Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank

Konstruktive Börsenwoche – ein Marktkommentar Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank

Konstruktive Börsenwoche

Frankfurt, 20. September 2019

Die jüngsten militärischen Attacken auf Ölförderanlagen in Saudi-Arabien warfen die Aktienmärkte nicht aus der Bahn, allerdings wird das geopolitische Geschehen auf der arabischen Halbinsel von den Marktteilnehmern derzeit besonders genau verfolgt. Mindestens ebenso großes Interesse rief in dieser Woche die Sitzung der US-Notenbank hervor. Denn: Wie eine Woche zuvor bereits seitens der EZB geschehen, lockerte auch die Fed ihre Geldpolitik gemäß den Markterwartungen und hielt verbal die Tür für weitere Maßnahmen offen. Alles in allem bleibt zwar das Zinsniveau weiter im nun schon gewohnt tiefen Bereich. Allerdings haben die konjunkturellen Sorgen vor noch schwächeren Wirtschaftsergebnissen etwas nachgelassen. Den Aktienmärkten bescherte dies eine freundliche Wochentendenz.

Konjunktur-Informations-Woche im Euroraum

Es ist Konjunkturwoche im Euroraum: die monatlichen Stimmungsindikatoren aus den Unternehmen werden veröffentlicht. In Deutschland hat hierbei der ifo-Geschäftsklimaindex eine hohe Prognosekraft für das Wachstum im laufenden und im darauffolgenden Quartal. Der September war geprägt durch allerlei gegenläufige Ereignisse. So gab es eine spürbare Entspannung im Handelsstreit zwischen den USA und China. Im Vereinigten Königreich wurde zwar ein ‚No-Hard-Brexit-Gesetz‘ verabschiedet, doch Boris Johnson verfolgt den Austritt zum 31. Oktober weiter – koste es, was es wolle. Dagegen schürt der Drohnenangriff auf die saudische Ölinfrastruktur Sorgen vor einer weiteren Eskalation der Streitigkeiten im Persischen Golf. Im Endeffekt wird sich das ifo-Geschäftsklima im September wohl seitwärts bewegen.

 

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